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Bericht aus dem Beratungs- und Behandlungszentrum Niebüll des Diakonischen Werkes Südtondern

Seit vielen Jahrzehnten arbeitet das Beratungs- und Behandlungszentrum Niebüll (BBZ Niebüll) im Bereich der ambulanten Suchtkrankenhilfe. Das BBZ Niebüll bietet Suchtgefährdeten und Suchtkranken sowie deren Angehörigen kostenlos und streng vertraulich Hilfe an.

Der zunehmend häufigere Gebrauch und Missbrauch von Suchtmitteln, insbesondere Alkohol, spielt bei Menschen, die als geistig behindert bezeichnet werden, eine erhebliche Rolle. Im Bereich der Suchthilfen wird das Problem geistige Behinderung und Sucht nur peripher wahrgenommen.

Wir bieten ab Mai 2019 ein wöchentliches Gruppenangebot für Menschen mit geistiger Behinderung in Kooperation mit der Mürwiker GmbH (Werkstätten, Wohnstätten und ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen) an. Um Menschen mit geistiger Behinderung und einem Suchtproblem eine adäquate Unterstützung anbieten zu können, müssen die Hilfeangebote bedarfsgerecht ausgestaltet sein. Unsere Berater begegnen den Menschen mit geistiger Behinderung auf Augenhöhe und versuchen Interventionen behindertengerecht anzupassen. Die Menschen mit geistiger Behinderung werden nicht überredet oder von der Notwendigkeit einer Veränderung überzeugt. Vielmehr wird durch ein „lautes Nachdenken“ über Veränderung die Motivation des Gegenübers gefördert. Die Gruppe besteht aus 10 Teilnehmern, um Allen genügenden Raum im Treffen bieten zu können.

Durchgeführt wird das Angebot von einer Diplom-Sozialpädagogin mit Weiterbildung im Suchtbereich und in der Suchtprävention und einem Diplom-Psychologen.

Das Angebot ist kostenfrei. Im Mittelpunkt steht der persönliche Kontakt und die folgende Anbindung, denn aus dem Gruppenangebot können sich Einzelgespräche ergeben, die ebenfalls kostenfrei sind.

In Niebüll gibt es verschiedene Institutionen, die in der Behindertenhilfe arbeiten. Bislang wurde mit den Menschen mit geistiger Behinderung nicht im Bereich der Suchtberatung oder Suchtprävention gearbeitet. Es war das Bestreben da, die Menschen mit Behinderungen zu erreichen, doch die Erfahrung zeigten, dass „gemischte“ Gruppen hierfür nicht geeignet sind. Daher war es unser Bestreben, eine Gruppe direkt zugeschnitten auf Menschen mit geistiger Behinderung zu installieren.

Bei Nachfragen dürfen Sie sich gerne an Alexandra Mrosek, Abteilungsleiterin des Beratungs- und Behandlungszentrums Niebüll (E-Mail: a.mrosek@remove-this.dw-suedtondern) wenden.