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„Sucht-Selbsthilfe geht neue Wege“- Menschen mit dem gleichen Thema zusammenbringen

Im Rahmen des Projektes „Sucht-Selbsthilfe geht neue Wege“ des Blauen Kreuzes in Deutschland war Projektleiter Frank Meier auf verschiedenen Tagungen rund um das Thema Selbsthilfe unterwegs.

Es ging um die Zukunft der Selbsthilfe, die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft, junge Selbsthilfe, eine Projektwerkstatt Selbsthilfe, bürgerschaftliches Engagement und vieles mehr. Eines ist immer wieder deutlich geworden: Alle Verbände und Gruppen beklagen den Rückgang der Teilnahme an Selbsthilfe, nicht nur in Sucht-Selbsthilfegruppen und nicht nur bei uns im Blauen Kreuz. Dass es sich nicht nur bei uns rückläufig entwickelt, ist einerseits tröstlich. Andererseits wollen wir uns jedoch damit nicht zufrieden geben und wollen nicht aufhören, Menschen zu erreichen. Doch wie schaffen wir es, Menschen mit dem gleichen Thema zusammenzubringen?

Sucht-Selbsthilfe geht neue Wege, so lautet der Projekttitel und ist gleichzeitig unsere Hoffnung für die Zukunft der Selbsthilfe und unserer Gruppen. Inzwischen kristallisiert sich eine Richtung heraus. Diese vier Punkte sind wegweisend:

Sucht hat viele Facetten.

Man kann von unterschiedlichen Stoffen abhängig sein. Eins ist aber gleich: Der Wunsch, suchtfrei zu leben. Und darin wollen sich Teilnehmende einer Selbsthilfegruppe gegenseitig unterstützen.

Das Thema Sucht benötigt einen Türöffner.

Der Weg in die Selbsthilfe soll leichter sein. Oft wird die Teilnahme als besonders ausgeprägte Schwäche gewertet. Dass das so nicht ist, erfährt man aber erst, wenn die Hemmschwelle überschritten wurde. Zu Sport oder Freizeitaktivitäten lassen sich Neue leichter einladen. Wichtig ist: das Treffen ist alkohol- und drogenfrei.

Gemeinsam mit anderen sind wir stark.

Gehen wir doch Kooperationen mit Gemeinden, Sportvereinen, Naturschutzbund usw. ein. Wir müssen nicht alles selbst können. Wir können befreit leben lernen. Gemeinden haben gute Glaubenskurse oder Hauskreise, Sportvereine wollen sich vielleicht auch im Rehasport engagieren.

Selbsthilfe Digital.

Heute sucht man sich Hilfe anonym im Netz bevor man den Weg zur Beratungsstelle findet. Nachdem die blu:app für Jugendliche erfolgreich durchstartet, denken wir über eine App für Erwachsene nach. Doch was muss solch eine App können, damit sie genutzt wird?

Wollen Sie sich engagieren oder haben Sie Ideen? Melden Sie sich gerne bei Projektleiter Frank Meier. Das Projekt sieht vor, Gruppengründungen alternativ zum Stuhlkreis intensiv zu unterstützen.

Mehr erfahren: https://www.blaues-kreuz.de/de/projekte-und-veranstaltungen/projekte/sucht-selbsthilfe-geht-neue-wege/

Kontakt:

Frank Meier
Mobil: +49 175 786 7687
E-Mail: frank.meier(at)blaues-kreuz.de