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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

am 18.03.2018 wurde weltweit der Equal Pay Day, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen, begangen. Dieses Datum markiert den Termin, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, damit sie auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen kommen.

Trotz gesetzlicher Frauenquote und einer neu entflammten Debatte über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern scheint die Leitungsebene der Arbeitswelt noch immer von Männern dominiert. Auch in der Sozialen Arbeit und der Suchthilfe bleibt der Eindruck, dass männliche Klientel von weiblichen Mitarbeitenden betreut wird, die wiederum von männlichen Vorgesetzten geführt werden. Und selbst im 21. Jahrhundert sind tradierte Rollenbilder fest verankert und Frauen in der Geschäftsführung nicht immer eine Selbstverständlichkeit.

Als Gesamtverband für Suchthilfe e. V. - Bundesfachverband der Diakonie Deutschland leben bzw. arbeiten wir nach einem christlichen Leitbild, nach dem vor Gott Männer und Frauen gleich sind. Nicht nur vor diesem Hintergrund haben wir in der aktuellen Ausgabe von PARTNERschaftlich das Thema „Frauen in der Sozialen Arbeit und der Suchthilfe“ aufgegriffen – und es aus drei Perspektiven betrachtet.

Wir stellen zunächst die Frage, ob die Soziale Arbeit ein wenig geschätzter Frauenberuf ist, nähern uns danach dem Thema der Karrierearbeit, lassen Frauen in Führungspositionen aus dem sozialen Sektor zu Wort kommen und von ihren Erfahrungen berichten.

Was wäre allerdings unser Verbandsmagazin ohne einen themenspezifischen Blick auf die suchterkranken Menschen und die Suchthilfe, für die wir stehen und deren Interessen wir als GVS vertreten. Ganz konkret finden Sie deshalb darüber hinaus in der vorliegenden Ausgabe einen eindrücklichen Erfahrungsbericht einer betroffenen Frau und interessante Beiträge zu frauenspezifischen Angebote in ambulanten und stationären suchtspezifischen Einrichtungen.

In der Hoffnung, dass die folgenden Seiten Leserinnen in ihren ganz unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten Mut zusprechen und Lesern inspirierende Impulse vermitteln, wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre sowie ein gesegnetes Osterfest!

Ihre

Corinna Mäder-Linke
Geschäftsführerin GVS


Corinna Mäder-Linke
Geschäftsführerin GVS

Tel. 030 / 83001-500
maeder-linke@remove-this.sucht.org